Bedenkt man die Mühe, die es in den Fünfzigerjahren selbst Kunsthistoriker kostete, das Element der Bewegung als integrierender Bestandteil des Kunstwerkes zu akzeptieren, so wird Tinguelys Leistung umso offenkundiger, Kinetik als Zeichen einer Epoche auch in der Kunst zum Allgemeingut gemacht zu haben. Der Film zeichnet Tinguelys Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte nach und lässt erkennen, dass die ironische Spiellust, die Tinguely angetrieben hat, - wie er selber sagte – „Tarnung war, damit die verzweifelte Wut in ihm nicht die Oberhand gewann.